Tod des Mieters - Regelung seines Mietverhältnisses im Wohraummietsrecht

In Deutschland wohnt ein Großteil der Bevölkerung in gemieteten Wohnräumen, weswegen die gesetzlichen Rechte und Pflichten der Vertragsparteien im Rahmen des Wohnraummietrechts einen eigenen Platz im Bürgerlichen Gesetzbuch finden. Stirbt der Mieter eines gemieteten Wohnraumes, hat dies rechtliche Konsequenzen, denn mit dem Tod des Mieters endet das vertraglich geschlossene Mietverhältnis nach deutscher Rechtsprechung nicht automatisch!

Das Wohnraummietrecht als Teil des Mietrechts wird neben den allgemeinen Vorschriften für Mietverhältnisse (§§535-548 BGB sowie §§ 305-310 BGB) in den besonderen Rechtsvorschriften der §§549 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. Mit dem Tod des Mieters ist vor allem der Wechsel der Vertragsparteien, die Fortsetzung sowie das Kündigungsrecht des Mietverhältnisses und eventuelle Haftungsansprüche zu klären. Dabei spielen auch erbrechtliche Verhältnisse eine wesentliche Rolle, wodurch in diesem Fall das Wohnraummietrecht mit dem Erbrecht in Verbindung gebracht wird.